Tipps


Vor dem Welpenkauf

 

Die folgenden Fragen sollen Ihnen die Entscheidung für oder auch gegen einen Hund ein wenig erleichtern.

  • Warum wollen Sie einen Dogo Canario und welche Aufgabe soll er erfüllen?
  • Besitzen Sie genügend Autorität und Erziehungsgeschick für das Temperament der Rasse?
  • Haben Sie genug Erfahrung und Wissen über die Rasse?
  • Welche Hundeverordnung gilt in Ihrem Bundesland? Eine Anfrage beim Ordnungsamt ist ratsam.
  • Können Sie dafür sorgen, dass beim Kauf eines Welpen die Betreuung in den ersten Wochen geregelt ist? (Diese Frage sollten Welpeninteressenten unbedingt ehrlich beantworten. Welpen können direkt nach der Übernahme noch nicht lange alleine bleiben!)
  • Haben Sie täglich genügend Zeit den Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden?
  • Wie lange muss Ihr Hund tagsüber alleine bleiben?
  • Ist ein ausbruchsicheres Grundstück oder ein schnell erreichbarer Auslauf vorhanden?
  • Haben Sie auf Dauer Zeit und Lust, sich um Pflege, Haltung, Erziehung, Ernährung und Beschäftigung des Tieres zu kümmern?
  • Lassen sich Ihre Urlaubsplanungen mit der Haltung eines Hundes vereinbaren?
  • Welcher Person vertrauen Sie kurzerhand ihren Dogo Canario an, sollten Sie unvorhergesehen erkranken?
  • Sind Sie sich über die laufenden Kosten im Klaren, die ein Hund verursacht? (Steuer, Versicherung, Futter, Pflege, Tierarzt, Gesundheitsvorsorge, Zubehör, ggf. erforderliche bauliche Veränderungen wie z.B. Zwinger oder Zäune)
  • Sind alle Familienmitglieder mit dem Kauf einverstanden?
  • Ist geklärt, dass innerhalb der Familie keine Tierhaar-Allergie besteht?
  • Haben Sie die schriftliche Zustimmung des Wohnungseigentümers/Vermieters?
  • Ihnen ist bewusst, dass sich der Dogo Canario gerne als Gartenbauingenieur betätigt und evtl. eine andere Vorstellung von Gartengestaltung hat als Sie?

Erst wenn Sie alle Fragen geklärt und/oder mit Ja beantworten können, sollten Sie sich auf die Suche nach einem guten Züchter begeben. Eine Liste der Züchter, die die Bestätigung “Züchter im VDH” haben, finden Sie hier. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der FCI, der Weltorganisation der Kynologie. Sie umfasst zur Zeit 92 Mitglieds- und Partnerländer (nur ein Verband pro Land).

 

 

Woran erkenne ich einen seriösen Züchter?

 

Unser Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen mehrere Züchter. Einen Hund kauft man nicht alle Tage. Stellen Sie Vergleiche an, nur so können Sie mit Herz und Verstand entscheiden. Der erste Eindruck hat man nur einmal und ist sehr wichtig! Eine Dogo Canario Zuchtstätte präsentiert sich leise und friedlich.

  • Die Zuchtstätte macht einen guten und gepflegten Eindruck, ist hygienisch einwandfrei und sauber.
  • Ein seriöser Züchter wird Ihnen gerne die Zuchtanlage, die Räumlichkeiten und voller Stolz seine Zuchttiere zeigen.
  • Die Zuchthunde des Züchters verhalten sich ihm gegenüber freudig und voller Vertrauen, sind gepflegt und gut genährt.
  • Erwachsene und Jungtiere zeigen ein arttypisches Temperament und eine entsprechende Bewegungsfreudigkeit.
  • Fremden gegenüber dürfen sie eine gewisse Vorsicht oder Reserviertheit haben, jedoch keine ausgeprägte Angst zeigen.
  • Sie werden Gesundheitsauswertungen, Zuchtdokumente der Elterntiere, Jungtieren und die der Zuchtstätte betreffend, einsehen dürfen. Die Dokumente sind von einem FCI anerkannten Mitgliedsverband ausgestellt.
  • Der gute Züchter wird Ihnen bereitwillig alle Fragen beantworten und auch Seinerseits Fragen stellen. Er interessiert sich dafür, an wen er einen Hund verkauft.
  • Der verantwortungsvolle Züchter bemüht sich um die jeweils bestmögliche Verpaarung und kann Ihnen aufschlussreich erklären, warum er genau diese oder jene Verpaarung durchgeführt hat.
  • Er kann Ihnen Auskunft geben, was er für die Verbesserung der Qualität seiner Rasse unternimmt, etwa wie Fahrten zu weit entfernten Zuchtrüden, Zukäufe aus anderen Linien oder Vermeidung von häufigen Wiederholungsverpaarungen zur Verbesserung des breiteren Genpools der Rasse.
  • Gute Zuchtstätten haben nicht das ganze Jahr über Nachwuchs abzugeben. Wartezeiten von 6 bis 12 Monaten sind also keine Seltenheit.
  • Vom seriösen Züchter erhalten Sie einen schriftlichen Kaufvertrag. Er bietet Ihnen nur Tiere mit FCI-Abstammungspapieren an.
  • Bei Abgabe sind seine Welpen eindeutig und unverwechselbar mittels Microchip gekennzeichnet und Sie erhalten dazu einen passenden EU-Heimtierausweis und die Abstammungspapiere.
  • Der Kaufpreis bewegt sich im Bereich anderer organisierter Züchter der Rasse.
  • Der gute Züchter drängt nicht auf eine Entscheidung, sondern bietet Ihnen genügend Zeit zum Überlegen.

 

 

Vorbereitungen für den Einzug des Welpen

 

Bald kommt der langersehnte Tag X und Sie können Ihren Welpen endlich mit nach Hause nehmen. Vorab sollten Sie schon mal einige Vorbereitungen treffen, damit ein reibungsloser Einzug des kleinen Vierbeiners gewährleistet ist.

  • Halsband und Leine
  • Näpfe für Wasser und Futter sowie einen höhenverstellbaren Futterständer (kann, muß aber nicht)
  • Welpenfutter – es ist ratsam in den ersten Tagen das gleiche Futter zu verabreichen das der Welpe vom Züchter bekommen hat
  • Leckerlies – sollten für den Welpen etwas „besonderes“ sein. Weiche Leckerlies werden schneller aufgenommen, so dass der Welpe mit Beginn der Erziehung nicht mit unnötigem Kauen beschäftigt ist.
  • Hundegerechtes Spielzeug – muss nicht immer gekauft oder gar teuer sein. Ein ausgedientes Handtuch, ein Paar alte Socken oder ein Pappkarton reichen für den Anfang. Tennisbälle sind ungeeignet.
  • Liegeplatz/Hundedecke – sollte hygienisch und leicht zu reinigen sein, je nach Beschaffenheit auch Feuchtigkeit ableiten
  • Fellbürste aus Naturborsten und Handtücher zum trocken rubbeln
  • Treppen – sollte der Welpe anfangs keine steigen. Dies kann gesundheitliche Folgen für ihn haben. Sie sollten ihn deshalb tragen, so lange es gewichtsmäßig geht. Damit er die Treppen nicht unkontrolliert benutzt, sollte man diese absperren.
  • Garten/Auslauf – sichern Sie ihren Garten so, dass der Welpe frei laufen kann ohne dass er auf die Straße oder zum Nachbarn ausbüchst. Empfindliche oder giftige Pflanzen sollten mit einem Maschendraht o.ä. umzäunt werden, dabei den Gartenteich nicht vergessen!
  • Hundetransportbox – fürs Auto. Die Box können Sie auch gleichzeitig dazu nutzen, um ihn in der Wohnung zur Stubenreinheit zu erziehen. Wenn er diese Box kennt, wird er sie (z.B. mit einem Betttuch abgedeckt) gerne als Schlafhöhle annehmen.
  • Tierarzt – schauen Sie sich schon mal um, ob in Ihrer Nähe ein Tierarzt Ihres Vertrauens ist.
  • Welpenschule/Hundeplatz – halten Sie nach einem geeigneten Hundesportverein Ausschau. Viele bieten Welpenspielgruppen nach den neuesten Erkenntnissen der Hundeerziehung an. In der Regel können Sie dort später eine Basisausbildung machen, die mit Abschluss der Begleithundeprüfung endet.

 

 

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

 

Der Tag, an dem Sie Ihren Welpen bekommen, ist für Sie ein Freudentag. Da übersieht man leicht, dass der Welpe das ganz anders empfinden muss. Er wird an diesem Tag aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen. Für ihn ist es ein Tag der Entwurzelung, ein Tag des Abschieds von allem Bekannten, der Verlust von Mutter und Geschwistern und der Verlust der bisher bekannten Menschen. Für einen Welpen ist dieser Tag das Ende der bekannten Welt und der Anfang eines neuen Lebens, in dem es viel zu lernen gibt.

 

Unsere Empfehlung: Lesen Sie unbedingt diese kleine Welpenfibel "Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!" von Dr. Renate Jones-Baade.